Besuch der IGS Landau an der IGS Trier

Schachgruppe der IGS Landau besucht die IGS Trier -

Schach als "Herausforderung"

 

Jedes Jahr nach den Sommerferien unternehmen Schüler der 8. Klassen der IGS Landau die so genannten "Herausforderungen". Die Kinder sind dann zwei Wochen lang von zu Hause weg, Handys und mp3-player sind nicht erlaubt. Eine der Gruppen fährt mit dem Long-Board von Landau nach Köln, eine weitere besteigt die Zugspitze oder fährt mit dem Fahrrad rund um Baden-Württemberg. Neun Schüler haben sich in diesem Jahr für die Herausforderung "Kopfsache", die sich intensiv mit dem Schachspiel beschäftigt, entschieden. Die Gruppe war acht Tage in Trier zu Gast, wo in der hiesigen IGS Schach als Wahlpflichtfach angeboten wird. Doch nicht nur Unterrichtsbesuche standen auf dem Programm!

 

Nachdem man sich zwei Tage Zeit zur Eingewöhnung nahm, in der auch fleißig trainiert und dem Schach-Unterricht von Bernd Mallmann, dem Schach-Lehrer der IGS Trier, beigewohnt werden konnte, folgte am Mittwoch der erste von vielen Höhepunkten: Das große Schach-Quiz, bei dem die Schüler der IGS Landau gegen die der IGS Trier antraten. Im Stile von "Der große Preis" wurden Fragen gestellt, Antworten gesucht und Punkte vergeben.

 

Am Donnerstag trafen sich die beiden Schach-Gruppen im Trierer Nordbad, wo neben einem Tauchkurs auch eine besondere Sportart betrieben wurde: Das Unterwasserschach. Jeweils ein Schüler der beiden Schulen trat - mit Atemmaske und Sauerstoffflasche bewaffnet - auf dem Grund des Schwimmbeckens zu einer Partie Schach an. Insgesamt wurden zwei Partien gespielt. Gerechter Endstand: 1:1! Diese Veranstaltung war sicherlich ein Höhepunkt für die Schachkinder und konnte nur in Kooperation mit den Trierer Sporttauchern e.V. ermöglicht werden.

 

Freitags stand eine "Schach-Rallye" in der Trierer Innenstadt auf dem Programm, eine Abart der von der Stadtverwaltung angebotenen "Stadt-Rallye", die von Herrn Mallmann und Torsten Lang, Lehrer und Betreuer der Landauer Schüler, um einige knifflige Schach-Aufgaben erweitert wurde. Nach knapp sechs Stunden waren alle Sehenswürdigkeiten Triers mit dem Fahrrad erreicht, alle Fragen beantwortet und alle Schach-Aufgaben gelöst worden.

 

Mit der Veranstaltung "Trier spielt" ging es samstags weiter. Neben unzähligen Angeboten für Kinder und Jugendliche in der gesamten Innenstadt gab es in der Brotstraße einen Schach-Stand, den die Kinder der Schulen aus Landau und Trier gemeinsam mit dem Schachverein SG Turm Trier auf die Beine stellte. Von morgens bis spät nachmittags konnte hier Schach gespielt und gelernt werden. Zwischen zwei kleineren Turnieren für Kinder und Anfänger fand ein Simultanspiel statt, bei dem der deutsche Meister im Schnellschach Torsten Lang gleichzeitig gegen 19 verschiedene Gegner antrat. Die aus Anfängern, Schülern und auch arrivierten Vereinsspielern bestehende Gegnerschaft fand gegen den Meister jedoch kein Mittel und musste sich in allen 19 Partien geschlagen geben.

 

Bevor die Landauer Schüler am Montag die Rückreise antraten, konnte am Sonntag noch ein Meisterschaftsspiel zwischen dem Schulschachverein der IGS Trier und dem SV Kell bewundert werden, welches mit einem 2:2-Unentschieden endete. Anschließend gab es noch einen Vergleichskampf der beiden Schulen, den die Trierer mit 7:3 für sich entscheiden konnten.

 

Der Aufenthalt in Trier war für die Landauer zu Ende, aber daheim wartet noch einiges an Arbeit auf die Schüler: Mittels Gießtontechnik sollen eigene Schachfiguren hergestellt werden, die die Kinder als Andenken an ihre erste große Schul-Herausforderung mit nach Hause nehmen können und am letzten Tag der zweiwöchigen Herausforderungszeit wird das Gartenschach auf dem Schulhof-Nord komplett restauriert, so dass man für das Herausforderungsfest am 24. September, wo auch die anderen Gruppen ihre Reisen in Bild und Ton vorstellen, bestens gerüstet ist.